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eine Hommage an das Fahrrad

Ich hatte schon immer eine große Begeisterung für Technik – oder genauer gesagt für analoge, mechanische Produkte. Die Präzision eines mechanischen Uhrwerks. Die Raffinesse eines Verbrennungsmotors. Oder die filigrane und gleichzeitig klare Funktion eines Plattenspielers. Und für mich ganz oben: das Prinzip des Fahrrads.
Zwei Räder, eine Person und 100 Kilometer Reichweite nach einem guten Frühstück.

Mountainbikes sind unglaublich raffiniert geworden. Und trotzdem bestehen sie am Ende aus ein paar zusammengeschweißten Aluminiumrohren. Simpel, effektiv – und gleichzeitig unglaublich weit entwickelt.

In einer Zeit, in der KI laut Experten eine größere Revolution auslösen wird als die industrielle Revolution im 20. Jahrhundert, bleibt trotzdem die Frage: Warum, was ist der Sinn?

Mein persönliches Warum beantwortet sich durch das Sammeln, Hören und Auflegen von Schallplatten. Durch den Gangwechsel eines handgeschalteten Autos. Und ganz klar: durch jede einzelne Pedalumdrehung. Egal, ob ich damit zum Bäcker fahre, meinen Sohn im Anhänger ziehe, auf der Straße Pässe bezwinge oder die besten Trails unter die Stollen nehme.

Mountainbikes haben sich enorm entwickelt. Und genau dieser technische Fortschritt – zusammen mit wachsenden Trailnetzwerken, Vereinen, Rennserien und der weltweiten Community – fasziniert mich total.

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Immer darüber nachzudenken, wie wir Bikes noch besser machen können. Schneller. Verspielter. Langlebiger. Wartungsfreundlicher. Das begeistert mich.

Gleichzeitig ist mir aber auch bewusst, dass einen das bessere Bike von morgen nicht automatisch glücklicher macht. Glücklich bin ich, wenn ich Fahrrad fahre. 

Das war ich, als ich vor 25 Jahren mein erstes Mountainbike gekauft habe. Das bin ich heute. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das auch in 25 Jahren noch sein werde.

Worum geht es also, wenn wir Bikes besser machen?

Es verändern sich Ansprüche. Trails, Skills und Erwartungen entwickeln sich weiter. Deshalb haben wir zum Beispiel das Jibb LT gemacht. Das Madonna kann zwar fast alles besser als das Jibb LT – aber das Jibb LT ist anders. Es ist verspielter. Und das Madonna? Das machen wir so potent wie möglich. Gleichzeitig haben wir erkannt, dass wir es zugänglicher machen sollten. Daraus entstand das Madonna R. 

Ich bin fest davon überzeugt, dass Mountainbikes genau deshalb so gut geworden sind, weil sie auf dem simplen Prinzip des Fahrrads basieren: Zwei Räder. Ein Fahrer. Hoch. Runter. Gib ihm.

Darin liegt für mich die Essenz des Fahrrads. So simpel wie möglich. So komplex wie nötig.

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Aber jetzt ein kleiner Sprung zurück in die Zeit, zurück nach 2016. Vor 10 Jahren habe ich mich selbständig gemacht und RAAW gegründet. Ich hatte zuvor schon viele Jobs gehabt, war aber nie zufrieden und hatte auch immer das Gefühl, nicht das richtige zu machen. RAAW war meine Chance, mir selbst zu beweisen, diszipliniert zu sein und die volle Verantwortung zu übernehmen. Ich bin bis heute unabhängig von Investoren und empfinde das als große Freiheit. 

Mit Investoren ist die Zielsetzung einer Firma meist schnell klar, aber auch für mich als alleiniger Inhaber gab es in den ersten Jahren von RAAW ein klares Ziel: erfolgreich zu sein. Ich wollte, dass RAAW ein ernstzunehmender Mitbewerber wird. Dass wir ein kleines Team aus Spezialisten aufbauen. Und dass das Ganze wirtschaftlich funktioniert.

Nach ungefähr sieben Jahren war dieser Punkt erreicht. RAAW stand durchaus auf der Shortlist vieler Enduro-Biker. Wir sind ein kleines, feines Team geworden. Und wir schreiben solide schwarze Zahlen, die uns als Firma ein stabiles Fundament geben.

Als mir langsam klar wurde, dass dieses Ziel erreicht war, habe ich mich viel mit der Frage beschäftigt, was jetzt eigentlich das Ziel, oder sogar der Sinn ist.

Als Team – gemeinsam mit unserer Community – etwas zu schaffen, das uns wirklich Spaß macht, steht für mich an erster Stelle. Geteilt mit dem Ziel, wirtschaftlich tragfähig zu bleiben. Denn das bildet am Ende das Fundament.

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Aber es gibt noch etwas anderes. Oder vielleicht eher eine Chance, die RAAW mir und uns bietet.

RAAW ist für mich eine Hommage an das Fahrrad. Eine Chance, die Erfindung des Fahrrads würdig zu repräsentieren – ohne dabei die Essenz des Fahrradfahrens zu verlieren.

KI und Elektrifizierung werden das Fahrrad verändern. Es wird zugänglicher werden. Potenter in vielerlei Hinsicht. Aber es wird sich damit auch ein Stück weit von der Magie entfernen, die das ursprüngliche Prinzip Fahrrad ausmacht.

Offline zu sein. Ohne Daten. Ohne System-Updates. Ohne Auswertungen.

Einfach Kurbelumdrehung für Kurbelumdrehung. Im richtigen Modus den Berg hoch. Kurve für Kurve den Berg runter. Zu hundert Prozent im Hier und Jetzt. Im Satori. Das ist für mich der Sinn des Fahrradfahrens. Dieses Gefühl von Präsenz. Ausgeglichenheit. Erschöpfung. Zufriedenheit. Du und dein Fahrrad.

Egal, ob es die A-Line in Whistler mit Freunden ist, ein Hometrail alleine nach der Arbeit, die Fahrt zur Eisdiele mit der Familie oder ein Bikepacking-Trip über lange Distanzen. Was zählt, bist du, deine Liebsten und eure Fahrräder.

RAAW ist eine Hommage an das Fahrrad. Es ist meine Vision von dem, was die Erfindung des Fahrrads ausgelöst hat – und was wir am Mountainbiken bis heute so schätzen.

Ruben Torenbeek Unterschrift von Ruben Torenbeek
Wir bauen langlebige Mountainbikes zum Gas geben.

Fahrräder sind erstaunliche Maschinen. Es gibt nicht viele Dinge, die gleichzeitig so simpel und doch so anspruchsvoll in ihrem Design sind. Damit stechen sie angenehm aus unser modernen, durchdigitalisierten Welt hervor.

Ingenieurskunst auf höchstem Level ist von Beginn an im Kern von RAAW verankert. Wir wollen zeitlose Produkte schaffen, die die oft kurzlebigen Trends der Bikeindustrie überdauern und unsere Kunden über viele Jahre als zuverlässige Begleiter dienen. Trails (und Fahrer!) wurden in den letzten Jahre immer anspruchsvoller: Dutzende Bikepark-Tage, jede Menge Shuttle-Runs und hunderte Kilometern auf Local Trails sind inzwischen ein übliches Jahrespensum. Das Ganze natürlich auf ein und demselben Bike, das sowohl auf langen Uphills als auch auf den knackigsten Downhills eine gute Figur machen soll.

Mountainbiken hat sich in den letzten zehn Jahren drastisch weiterentwickelt und mit unserem konsequenten Fokus auf Haltbarkeit, Vielseitigkeit und Sendability wollen wir diesen veränderten Anforderungen gerecht werden.

Für uns sind Mountainbikes zeitlose Produkte. Sie sollen ihrem Fahrer so perfekt passen dass er sich voll und ganz auf das Fahren selbst konzentrieren kann. Neue Orte entdecken, eine gute Zeit mit Freunden haben, an den eigenen Fähigkeiten feilen, Berge und Natur erleben und auch mal auf Zeit fahren - darum geht es beim Mountainbiken und genau dafür entwickeln wir unsere Bikes. Ästhetische Arbeitsgeräte, die ihren Fahrern ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern und auf die man sich immer verlassen kann.

Wir verwenden Aluminium für alle unsere Rahmen, da wir der Meinung sind, dass es das beste Material für Mountainbikes ist. Das gilt besonders, wenn es sich um eher abfahrtsorientierte Bikes handelt. Aluminium ist robust, leicht, stoßfest und ermöglicht eine sehr langlebige Konstruktion. Wir behaupten nicht, dass unser Ansatz der einzig wahre ist. Wenn jemand lieber ein Bike fährt, hinter dem eine anderen Philosophie steckt, ist das für uns natürlich völlig in Ordnung - auf ideologische Diskussionen haben wir schlichtweg keine Lust. Lasst lieber zusammen ein paar Trails ballern!

Wir betrachten einen Rahmen bzw. ein Bike immer in seiner Gesamtheit statt stumpf Feature-Listen aufzuzählen oder uns nur auf einzelne - oft überstrapazierte - Kennzahlen wie zum Beispiel das Gewicht zu fokussieren. Leichter ist immer besser? Das sehen wir anders.
Ganz gleich, wie haltbar unsere Bikes sind, am Ende sind sie mechanische Geräte, die hin und wieder ein bisschen Liebe brauchen. Von der regelmäßigen Reinigung über die Pflege des Antriebs bis hin zu Fahrwerks-Service und Lagertausch. Mit großzügig Dimensionierten Lagern, zusätzlichen Dichtungen und durchdachten Detaillösungen tun wir aber alles dafür, dass unsere Bikes möglichst wenig Zeit in der Werkstatt und möglichst viel Zeit auf den Trails verbringen können.

Und wenn dann der Tag gekommen ist, an dem es Zeit ist, den Rahmen zu zerlegen und ihm die wohlverdiente Pflege zukommen zu lassen, ist es wichtig, ein Bike zu haben, an dem man leicht arbeiten kann. Deswegen verwenden wir nur wenige Sonderteile und verzichten auf fummelige Spacer-Konstrukte. Pflege und Wartung von Bikes sollte auf auf ein Minimum reduziert werden und dann sogar ein Vergnügen sein, wenn sie anfällt.

Nachhaltigkeit

Alles was wir tun hat einen Einfluss auf unseren Planeten und auf die Menschen, die dort leben. Wir produzieren und verkaufen physische Produkte, die Ressourcen verbrauchen und Logistik erfordern. Wir heizen unser Büro und sind mehr mit dem Auto unterwegs, als uns lieb ist. Auch wenn wir unseren Fußabdruck nie auf Null reduzieren können, arbeiten wir daran, ihn immer weiter zu verringern. Nachhaltigkeit ist für uns keine einmalige Aktion sondern ein konstanter Lern- und Optimierungsprozess.

Für unsere Rahmen verwenden wir ausschließlich Aluminium und kein Carbon. Es bietet nicht nur die besten Eigenschaften für den Einsatzzweck unserer Bikes sondern verbraucht im Vergleich zu Carbon auch deutlich weniger Ressourcen bei der Herstellung und kann am Ende seiner Lebensdauer recycelt werden.

Apropos Lebensdauer: Der mit Abstand beste Weg, die Umweltauswirkungen eines Produkts zu reduzieren, ist die Verlängerung seiner Lebensdauer. Je Länger ein Bike von einem oder mehreren Fahrern genutzt wird, desto weniger neue Bikes müssen produziert werden - das ist ein Teil der Motivation, warum wir so viel Wert auf langlebige und zeitlose Produkte legen. Diesen Ansatz unterstreichen wir mit unserer Fünfjahresgarantie, die auch für Zweitbesitzer unserer Rahmen gilt.

Natürlich, das Thema Nachhaltigkeit ist komplex und es gibt stets Bereiche, an denen wir uns noch verbessern können (und genau das haben wir vor!), aber wir sind der Meinung, dass das wichtigste ist, einfach anzufangen. Wenn ihr mehr über unsere verschiedenen Maßnahmen für eine nachhaltigere Zukunft erfahren wollt, findet ihr auf dieser Seite eine gute Übersicht.

Direktvertrieb und der direkte Draht zu unseren Kunden

Dank unserem Onlineshop können wir auch als kleine Fahrradmarke direkt an Kunden auf der ganzen Welt verkaufen. Der Verzicht auf Zwischenhändler und teures Vertriebsnetzwerk ermöglicht uns, unsere hochwertigen und aufwändig gefertigten Rahmen zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten.

Doch den größten Vorteil des Direktvertriebs sehen wir darin, dass er den persönlichen und direkte Austausch mit allen unseren Kunden ermöglicht. Egal ob es um die richtige Rahmengröße, das perfekte Setup, die Wahl der passenden Komponenten geht oder um nerdige Details wie Hinterbaukennlinien oder Geometrie-Konzepte geht: Bei RAAW sprecht ihr immer direkt mit dem Team, dass die Produkte entwickelt hat. Das ist für uns übrigens genauso wertvoll wie für unsere Kunden, denn der direkte Kontakt hilft uns dabei, besser zu verstehen, wie unsere Produkte verwendet werden und was wir noch weiter verbessern können.

Auch wenn mal etwas schief geht und ihr schnell Ersatzteile benötigt, können wir jederzeit schnell und unkompliziert helfen.

Zu sehen, wie unsere Bikes auf der ganzen Welt gefahren werden, erfüllt uns mit großem Stolz und großer Freude. Deutschland ist aktuell unser größter Markt. Auch in der Schweiz, Großbritannien und den USA haben wir zahlreiche Kunden. Doch dass selbst in Ländern wie Singapur, Mexiko oder Japan RAAWs die Trails unsicher machen, ist einfach unglaublich. Die wachsende Community von RAAW-Fahrern auf der ganzen Welt ist etwas, dass wir nie als selbstverständlich ansehen werden. Deswegen versuchen wir, euch mit unserer RAAW-Riders Community etwas zurückzugeben und sind gespannt, wie sie sich weiter entwickelt.

Nachhaltiges Wachstum

2016 haben wir RAAW mit dem Traum gegründet, Bikes zu bauen, die wir selbst gerne fahren, und damit unseren Lebensunterhalt zu verdienen. Seitdem sind wir stetig gewachsen und haben dabei immer darauf geachtet, einen Schritt nach dem anderen zu machen und nichts zu überstürzen. Da wir inhabergeführt sind und keine Investoren oder Aktionäre haben, können wir das Unternehmen so gestalten, wie es uns am meisten Spaß macht. Das bedeutet auch, dass wir uns voll und ganz darauf konzentrieren können, unsere Vision von den besten Produkten zu verwirklichen und eine langfristige Strategie zu verfolgen, statt Investoren mit kurzfristigen finanziellen Zielen zufrieden zu stellen. Der finanzielle Erfolg unseres Unternehmens ist uns wichtig, aber nicht wichtiger als unsere Produkte, unser Arbeitsumfeld, unsere Gemeinschaft und einfach unsere Liebe zum Fahrradfahren.

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